Film
1
Die
Zeit der ersten Lieder (1960) Hermann
hat sein Abitur bestanden. Auf der Abschlussfeier führt
er mit dem Schulchor und –orchester eine
Komposition von ihm auf. Dies soll das
Abschiedskonzert für den Hunsrück werden. Er wird
die Heimat verlassen, die gegen seine große Liebe
zu Klärchen war.

Hermann
schwört sich, nie mehr zu Lieben. |

Er
besteht sein Abitur mit sehr guten Noten... |

...und
führt mit dem Schulchor und -orchester eine
Komposition auf dem Abschlussfest auf. |

Das
junge Schnüsschen ist vom attraktiven
Hermann
begeistert. |
Er sitzt im Zug nach München. In
der bayrischen Landeshauptstadt will er an der
Musikhochschule Komposition studieren. Im Abteil
sitzt ein seltsamer Kerl – Herr Edel. Dieser
philosophiert die ganze Fahrt bis in die
bajuwarische Metropole lautstark über Gott und die
Welt. Sein Musiklehrer aus Simmern, der dem jungen
Musiker aus dem Hunsrück väterlich zugetan ist,
hat ihm die Adresse eines früheren Studienfreundes
zugesteckt, der in München eine
Rechtsanwaltsanwalts hat. Mit einem
Empfehlungsschreiben in der Tasche macht sich
Hermann auf den Weg zu Dr. Brettschneider. Mit der
Hoffnung, eine Bleibe zu finden, betritt Hermann die
Kanzlei.

Auf
der Zugfahrt nach München lernt Hermann den
alten Herrn Edel kennen. |

Die
Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule
besteht er dank seines "Absoluten
Gehörs". |

Er
lernt den Chilenen Juan,... |

die
Jungfilmer Rob, Reinhard und Stefan... |

...und
die schöne Cellistin Clarissa kennen.
|
|
Doch leider hat Brettschneider keine Möglichkeit,
dem jungen Studenten ein Zimmer zu bieten. Von der
jungen Rechtsanwaltsgehilfin Renate wird er auf ein
kleines Geschäft gegenüber aufmerksam gemacht, in
dessen Schaufenster Studenten Zettel zur
Wohnungssuche ausgehängt haben. Die
Ladenbesitzerin, die ungarische Schneiderin Frau
Moretti, hat ein Herz für den jungen Musiker und
bietet ihm an, zum nächsten Ersten des kleine
Zimmer in ihrer Wohnung zu beziehen, in dem jetzt
noch ein Student wohnt, den sie rausschmeißen wird.
Auch ein Flügel würde für Hermann zur Verfügung
stehen. Mit dieser freudigen Nachricht kehrt er
zurück in die Anwaltspraxis. Renate bietet ihm
spontan an, in der Zeit bis zum Einzug bei Frau
Moretti bei ihr zu wohnen. Sie hat ein Auge auf
Hermann geworfen. Einzige Bedingung: Renates Wirtin
soll nichts davon merken, das ein Mann in ihrem
Untermieterzimmer wohnt. Hermann nimmt das Angebot
an, obwohl er Renate nicht besonders attraktiv
findet.

Frau
Moretti verspricht ihm eine Bleibe... |

...nachdem
ihm Dr. Brettschneider nicht
helfen konnte. |

Vorerst
übernachtet er bei Renate. |

Er
trifft Clemens aus dem Hunsrück und
zieht zu
ihm in die Bude beim Kohlenjosef. |
Am nächsten Tag betritt Hermann die
Musikhochschule, um die Aufnahmeprüfung abzulegen.
Vor dem Prüfungssaal warten viele Studenten. Unter
ihnen ist auch Juan, ein Chilene, der Hermann
begeistert, weil er zehn Sprachen spricht und auch
in München Musik studieren möchte. Hermann besteht
die Prüfung und wird fortan Musikstudent sein. Juan
trifft er später wieder. Dieser hat die
Aufnahmeprüfung nicht bestanden, sein Musikstil
wurde von den Professoren als Folklore abgetan.
Juan interessiert sich für Hermanns Kompositionen.
Da Hermann seine Gitarre und Juan seine Flöte dabei
haben, spiele beide Auszüge daraus.
Beide lernen die Jungfilmer kennen. Das Filmteam -
Stefan, Rob und Reinhard - drehen gerade ihren Film
"Brutalität in Stein".
In der Straßenbahn hört er plötzlich heimatliche
Laute. Da spricht doch jemand Hunsrücker Mundart.
Er trifft Clemens, einen alten Schulfreund, der hier
in München in Jazzkneipen als Schlagzeuger
arbeitet. Dieser erzählt Hermann, das er bei ihm
wohnen kann. Er hat ein Zimmer beim Kohlenjosef,
einem Brennstoffhändler. Hermann freut sich, da er
nun nicht mehr bei Renate schlafen muss, deren
Avancen ihm mehr als unangenehm sind.

In
der Musikhochschule wird experimentiert. |

Die
älteren Studenten imponieren Hermann. |
In der Musikhochschule fällt ihm die schöne
Cellostudentin Clarissa auf. Aber er spricht sie
nicht an. Für ihn ist das Thema Frauen und Liebe
tabu. Er hat sich geschworen, nach Klärchen nie
mehr eine Frau zu begehren.
Die älteren Semester in der Hochschule geben sich
arrogant. Die Kompositionsstudenten Volker,
Jean-Marie und Bernd, Anhänger der Neuen Musik,
nehmen den Erstsemesterstudenten Hermann nicht
ernst, als er den Übungsraum betritt, der
eigentlich ihm zugeteilt war, nun aber von den
älteren Studenten für Musikexperimente gebraucht
wird.
Die Zeit vergeht. Doch der Hunsrück klebt noch an
Hermann. Seine Sprache ist sehr von der Mundart
gefärbt. Jetzt in München fällt Hermann ständig
auf. Er macht sich zu einer Schauspielschule auf, um
Sprachunterricht zu nehmen und Hochdeutsch zu
lernen.
Eines Tages erfährt Hermann, das ein fremden
Mädchen in seinem Zimmer beim Kohlenjosef war und
nach ihm gesucht hat. Er bekommt heraus, das es
Klärchen war. Sie hat einen Brief für Hermann
hinterlassen, in dem sie sich für immer von ihm
verabschiedet.
Film 2
Zwei fremde Augen (1960/61)
Juan
lernt die schöne Clarissa kennen und lädt sich
selbst ein, sie nach Hause nach Wasserburg zu
begleiten. Clarissas Mutter, Frau Lichtblau, ist von
dem schöngeistigen Chilenen begeistert. So ein Mann
ist ein Schwiegersohn nach ihrem Geschmack. Während
dessen ist Hermann alleine und deprimiert in der
Millionenstadt München. Das Geld ist knapp und die
Nachricht, die Frau Moretti für ihn hat, er als am
Ersten das Zimmer beziehen will, trägt nicht dazu
bei, die Stimmung zu verbessern. Das Zimmer, das er
bei ihr beziehen wollte, ist doch nicht frei
geworden. Er stellt auch entsetzt fest, das seine
Sachen, die auf dem Dachboden bei Frau Moretti
hinterlegt waren, verschwunden sind.

Juan
küsst Clarissa im Zug nach Wasserburg. |

Dort
hat Clarissa Kindheitserinnerungen. |

Während
Mutter Lichtblau eine Zahnbürste
("original verpackt") für Juan
hervorkramt... |

...besucht
Clarissa ihren Mentor Dr. K. |

Schlechte
Nachricht für Hermann:
Sein Koffer und seine
Gedichte und Kompositionen sind weg. |

Juan
arbeitet jetzt in der Schauspielschule. |
Der Verlust
seiner kostbaren Kompositionen und Gedichte
schmerzen ihn mehr als das Verschwinden seiner
restlichen Sachen.
Juan hat einen Job. Bei einer reichen Familie soll
er, Hermann und ein paar andere Musikstudenten
Hausmusik machen. Doch nach stundenlanger Aufführung
klassischer Stücke gibt es als Bezahlung nur eine
einzelne Flasche Wein. Hermann scheint vom Pech
verfolgt.
In einer schwabinger Kneipe trifft der junge Hunsrücker
auf die Musikstudenten Volker, Jean-Marie, Bernd und
Clarissa, die Jungfilmer Stefan, Reinhard und Rob,
den Medizinstudent Ansgar, Helga, Olga die
Schauspielschülerin und Alex, der alte
Philosophiestudent. Endlich hat Hermann die Chance,
die Cellistin kennen zulernen. Leider ist er mit
Renate gekommen und nun versucht er diese los zu
werden.
Mitten im Kreis der Studenten sitzt Frau Cerphal.
Sie ist eine Verlagserbin und ewige Studentin. Sie lädt
die jungen Leute ein, in ihrer Villa, dem Fuchsbau
weiterzufeiern.

Die
Freunde machen Hausmusik... |

...und
erhalten nur eine Flasche Wein. |

Die
Freunde feiern im Fuchsbau... |

...doch
Hermann kommt nicht mit
Clarissa zusammen. |
Hermann schafft es allerdings nicht Clarissa näher
zu kommen. Dafür landet er mit Renate im Bett.
Besuch aus dem Hunsrück. Sein Musiklehrer aus dem
Gymnasium in Simmern steht mit seiner Freundin,
einer seiner Schülerinnen, in seinem Zimmer beim
Kohlenjosef. Er will ihr München zeigen. Sie wollen
Hermann mitnehmen und das Nachtleben genießen. Doch
Hermann ist krank und bleibt mit Fieber zu Hause.

Besuch
aus dem Hunsrück. Hermanns
ehemaliger
Musiklehrer mit junger Freundin. |

Zusammen
mit Ansgar sortiert Hermann
bei der Arri
Nazifilme aus. |

Die
Freunde finden den toten Edel. |

Juan,
Clarissa und Hermann beschließen
nur Freunde
zu sein. |
Es ist Winter. Hermann ist verliebt in Clarissa,
aber auch Juan hat sich in die Cellistin verliebt.
Doch alle Drei beschließen nur Freunde zu bleiben.
Als sie zu dritt das Kino verlassen finden sie eine
leblose Person im Schnee sitzen. Es ist Herr Edel,
der erfroren und blau angelaufen mit einer Flasche
Schnaps im Schneefall sitzt.
Film 3
Eifersucht und Stolz (1961)
Evelyne
hat ihren Vater zu Grabe getragen. Sie will ihre
Familie in Neuburg verlassen und nach ihrer Mutter
suchen, da sie nun erfahren hat, das sie eine andere
leibliche Mutter hat als sie bisher immer
angenommen hat. Sie kommt in München an und steuert
direkt den Fuchsbau an, die Villa ihrer Tante.
Evelyne findet das sie ein ererbtes Recht hat, im
Fuchsbau zu wohnen. Sie erinnert sich, als sie bei
Frau Ries, der Haushälterin, auf Frau Cerphal
wartet, das sie als kleines Kind schon einmal in
diesem Haus war.

Evelyne
auf der Beerdigung ihres Vaters
in Neuburg. |

Sie
zieht in den Fuchsbau ein... |

...in
dem die Jungfilmer einen Film
vorführen.
Sie fühlen sich durch Gattinger gestört.
|

Frau
Ries erkennt Evelyne gleich wieder. |

Fräulein
Cerphal ist nicht gerade begeistert,
als sie
ihre neue Mitbewohnerin antrifft. |

Alle
Freunde sind zur Premiere gekommen. |
Inzwischen ist das Haus der
Mittelpunkt des Freundeskreis geworden. Hier findet
auch die Premiere des Films der Jungfilmer statt, da
sie weder einen Verleih noch ein Prädikat der
Filmbewertungsstelle erhalten haben. Dazu wird ein
riesiger Wehrmachtsprojektor aufgebaut und ein
Betttuch als Leinwand aufgehängt. Die Freunde sind
von dem Film begeistert. Anschließend wird
ausgelassen gefeiert. Hermann flirtet mit Helga, was
Eifersucht bei Clarissa hervorruft. Evelyne vergnügt
sich mit Ansgar, was Olga dazu bringt, sich mit
Drogen davon abzulenken.

Hermann
und Clarissa im Treppenhaus. |

In
einem Brief gesteht Clarissa Hermann
ihre
Liebe. |

Ansgar
und Evelyne treffen sich wieder. |

Beide
machen ihre leibliche Tante ausfindig. |

Die
Jungfilmer verteilen überall in der
Stadt den
Aufkleber "Papas Kino ist tot!" |
|
Weil die Jungfilmer in der etablierten
Filmwirtschaft keinen Anklang gefunden haben,
verteilen sie überall in der Stadt Aufkleber mit
der Aufschrift "Papas Kino ist tot".
Hermann und Clarissa schreiben gestehen sich
gegenseitig in Briefen ihre Liebe. Hermanns Brief
kommt aber nicht an. Clarissas Schreiben schafft es
erst nach Wochen, bei Hermann einzutreffen, das sie
nur "Hermann Simon, München" als Adresse
angegeben hat.
Evelyne hat mit Hilfe von Frau Cerphal und ihrem
Freund Ansgar herausgefunden, wo ihre Tante wohnt.
Sie hat ein kleines Milchgeschäft in einem Münchener
Stadtteil. Von dieser erfährt sie, das ihre Mutter
im Krieg bei einem Bombenangriff auf die Stadt getötet
wurde.
Film 4
Ansgars Tod (1961/62)
Hermann
hat für Clarissa ein Cellostück komponiert, mit
dem sie einen Wettbewerb gewinnt. Clarissa wird
gefeiert und fährt mit dem Stück auf Tournee.
Hermann ist darüber enttäuscht, das seine neue
Liebe nun wieder aus seiner Reichweite ist. Er stürzt
sich in die Arbeit und hat selbst nun auch Erfolg
mit seinen Kompositionen. Bei einer Aufführung
seiner Musik trifft er Clarissa wieder. "Wir
sind eben Igel" stellen beide fest und trennen
sich.

Ansgar
in seiner Uniform. |

Er
und Evelyne sind ein Paar. |

Reinhard
und sein Lieblingsspielzeug -
die Winchester. |

Olga
trainiert im Garten der Fuchsbau-Villa. |

Der
Brennstoffhandel vom Kohlen-Josef
wird
abgerissen. Schlechte Nachricht für
Hermann. |

Dieser
hat Clarissas Brief bekommen.
Aber er klingelt
vergebens bei ihr.
Sie ist verschwunden. |
Ansgar hat sein Medizinstudium aufgegeben und
arbeitet jetzt als Straßenbahnschaffner. Seine spießig
religiösen Eltern können ihn nicht verstehen. Er
ist vom angestrebten Weg des Musterstudenten
abgewichen und konsumiert Drogen. Seine Mutter fleht
ihn an, sein Leben wieder in geregelte Bahnen zu
bekommen. Doch Ansgar lässt seine Eltern nach einem
heftigen Streit in der Wohnung zurück.

Clarissa ist in Wasserburg. Dr. Kirchmeier,
der Chef
des Kreiskrankenhauses, schenkt
ihr ein
kostbares Cello. |

Clarissa
übt für den Wettbewerb. |

Hermann
veranstaltet ein Happening mit
Frau Moretti. |

Evelyne
singt in der Musikhochschule vor... |

...Dort
erkennt man ihr Talent. |

Clarissa
bei einem Konzert unter der
Leitung von
Mamangakis. |

Die
Aufführung von Hermanns Stück mit
der
"aufgepumpten" Frau Moretti. |

Ansgar
gerät in Streit mit seinen Eltern. |
Im Fuchsbau wird eine Faschingsball vorbereitet.
Frau Cerphal trifft auf der Suche nach Kostümen auf
dem Dachboden auf Reliquien aus längst vergangener
schwabinger Künstlerzeit.
Auch Ansgar und Evelyne sind eingeladen. Die beiden
fahren mit der Straßenbahn. Ansgar albert herum,
kann nicht richtig auf die fahrende Straßenbahn
aufspringen und bleibt mit dem Fuß in der schließenden
Tür hängen. Evelyne muss zusehen, wie er von der
Bahn zu Tode geschleift wird.
Die Faschingsparty in Frau Cerphals Villa ist im
vollem Gang als Evelyne apathisch in der Tür steht
und den Freunden den Tod von Ansgar schildert.
Film 5
Das
Spiel mit der Freiheit (1962)
Hermann
jobbt als Klavierlehrer und hat seine Mühe mit
einem unmotivierten Sproß aus einer reichen
Familie. Diese machen ihm das Angebot mit ihnen in
ihr Haus nach Sylt zu kommen. Offiziell um dem Sohn
weiterhin Unterricht zu geben, was dieser hörbar nötig
hat. Aber wahrscheinlich haben beide Mitleid mit dem
Musikstudenten und wollen ihm eine Entschädigung für
die Misstöne und die Unlust des Kindes bieten.
Hermann nimmt das Angebot an. Die Freunde sind in
alle Winde zerstreut. Warum soll er alleine in den
Semesterferien in München bleiben?

Helga
betrachtet die Frohleichnams-
prozession in
München. |

Hermann
gibt Tommy, dem untalentierten
Sohn eines
Designers und einer
Schauspielerin
Klavierunterricht. |

Tommys
Vater lädt Hermann ein, die
Familie in den
Sommerurlaub nach Sylt zu
begleiten und den
Sohn auch im Urlaub zu
unterrichten. |

An
diesem Abend ist die Polizei überall
in der
Stadt im Einsatz.
In der Leopoldstraße gab es Krawalle.
|

Helga
ist entsetzt über die Brutalität mit
der die
Beamten gegen alle jungen Leute
vorgehen. |

Auch
Hermann wird für einen Randalierer
gehalten
und verfolgt. Ein Polizist zerschlägt
Hermanns Gitarre,
die ihm sehr viel bedeutet. |

Helga
flüchtet zu Hermann in den Fuchsbau.
Beide sind fassungslos über die Situation. |

Als
Hermann am nächsten Tag Schadensersatz
von
der Polizei will, kann er wieder nur knapp
vor
einer Verhaftung aus dem Polizeipräsidium
flüchten. |
Dort ist das Pflaster nicht mehr sicher. Die
Krawalle des Jahres '62 veranlassen die Polizei mit
roher Gewalt gegen die revoltierenden Studenten
vorzugehen.
Hermann kommt unverschuldet mitten in eine Schlägerei
zwischen jungen Leuten und Polizisten. Seine Gitarre
überlebt dieses Zusammentreffen nicht. Als er sich
auf dem Kommissariat über den Polizisten beschweren
will, der sein Instrument zerstört hat, entkommt er
nur knapp einer Verhaftung. Er muss untertauchen.
Per Anhalter flüchtet er aus der Stadt Richtung
Sylt.

Hals
über Kopf flüchtet Hermann nach Sylt.
Er
will das Angebot nutzen um Geld zu
verdienen
und unterzutauchen. |

Helga
fährt mit der Bahn zu ihren Eltern.
Unterwegs
sieht sie die Jungfilmer auf
einem Bahnhof
drehen. Als sie mit dem
nächsten Zug zurück
fährt trifft sie sie
aber nicht mehr an. |

Mit
ihren Freundinnen in Dülmen
versucht sie die Schrecken aus München
zu
vergessen. |

Auf
seinem Weg nach Sylt macht Hermann
Station in
Dülmen. Doch Helgas "Omma"
lässt
ihn nicht herein. |

In
Dorlis Bude verarzten die
Freundinnen Hermanns Wunden. |

Aber
es bleibt nicht beim Klavierspiel
und
Tortennaschen... |
In Dülmen, wo Helga zu Hause ist und in den
Semesterferien hingefahren ist, macht er
Zwischenstation.
Helga freut sich, den attraktiven Hermann für sich
alleine zu haben. Doch auch ihre Freundinnen
Marianne und Dorli finden gefallen an ihm. Sie
feiern Hermanns Ankunft mit Torten aus der
Konditorei von Dorlis Eltern. Die Feier nimmt ein
Ende, als Helga ohnmächtig zusammen bricht.
Am nächsten Tag feiert Helga Geburtstag. Die Feier
mit ihren Freundinnen, Hermann und ihren Eltern und
ihrer Oma hat den Stil eines Kindergeburtstags. Aber
Helga ist kein Kind mehr. Sie möchte Hermann in
dieser Nacht für sich alleine haben. Aber ihre Oma
hat bemerkt, das Hermann mit in ihrem Zimmer ist und
klopft wütend an deren Mädchenzimmertür.

Helga
feiert Geburtstag und will doch
lieber mit
Hermann in ihrem Zimmer
alleine sein. |

Doch
der will lieber zu Marianne ins Bett. |

Von
dem gerade verdienten Geld kauft
sich Hermann
eine wertvolle Gitarre. |

Stolz
führt er sie Clarissa vor. |
Hermann hat aber auch eine Einladung von Marianne
erhalten, deren Mann zum Gynäkologenkongress
gereist ist. Nach dieser Nacht verlässt Hermann den
Niederrhein und fährt weiter nach Sylt.
Für den Hunsrücker ist der freizügige Umgang auf
der Ferieninsel anfangs etwas befremdlich. FKK ist für
ihn ein Fremdwort. Doch es gibt für den Studenten
gutes Geld zu verdienen. Schließlich braucht er
Geld um seine zerstörte Gitarre zu ersetzen.
Film 6
Kennedys
Kinder (1963)
In Hermanns
Zimmer im Fuchsbau hängen am 23. November 1963
frisch gedruckte Plakate zum Trocknen.
"Spuren" ist auf ihnen zu lesen und sie
kündigen sein neues Konzert an. Frau Cerphal lässt
im Garten einen Baum fällen, weil sie befürchtet,
jemand könnte von ihm erschlagen werden. Doch der
Baum fällt in eine unerwartete Richtung und genau
in Fensterscheibe zu Hermanns Zimmer. Nicht genug
das Hermann das Brennmaterial ausgegangen ist, jetzt
zieht der eiskalte Winterwind auch noch direkt in
sein Zimmer und auf die Plakate.

Wenn
Alex nicht philosophiert oder wie
hier
schläft... |

...versucht
er seine Freunde anzupumpen.
Doch überall
wird er abgewiesen. |

Helga
hilft Hermann die "Spuren"-Plakate
aufzuhängen. |

Auch
Clarissa braucht Geld und fragt Hermann. |

Schnüßchen
will Hermann besuchen.
Der ist aber in der
Hochschule. |

Clarissa
sagt Volker und Jean-Marie,
das sie von einem
von beiden
schwanger ist. Sie will Geld für
die
Abtreibung. |

Volker
hat kein Geld. Jean-Marie ist aber wohlhabend
und geht umgehend zur Bank. |

Die
Jungfilmer zerstreiten sich und
brechen die
Dreharbeiten ab. |
Plötzlich steht Clarissa in Hermanns Zimmer. Sie
sieht ziemlich mitgenommen aus und bittet ihn um 800
Mark. Doch der junge Komponist muss selbst sehen,
wie er an Geld für den Lebensunterhalt kommt.
Bei Volker und Jean-Marie versucht Clarissa
ebenfalls an die Summe zu kommen. Schließlich
braucht sie das Geld für eine Abtreibung und einer
der beiden muss der Vater des Kindes sein. Die
beiden sind ziemlich überrascht. Als Jean-Marie
sich gefangen hat geht er zur Bank und hebt
das Geld für Clarissa ab.
Auch der Philosoph Alex kann Geld gut gebrauchen.
Doch auch er hat bei seinen Freunden kein Glück als
er sie um eine kleine finanzielle Unterstützung
für seinen knurrenden Magen bittet. Die Jungfilmer
trifft er bei Dreharbeiten. Doch bald haben diese
ein Ende. Stefan, Rob und Reinhard streiten sich so
sehr über ihre Arbeit, das sie sich trennen.

Hermann
und Schnüßchen treffen
sich nach Jahren
wieder. |

Juan
und Hermann besuchen Schnüßchen.
Juan kocht ein chilenisches Menü. |

Clarissa
bei der Abtreibung in einem
Keller. |

Die
Kinoverstellung von Cleopatra
wird abgebrochen
und Kennedys
Tod bekanntgegeben. |

Stefan
und Alex finden Helga, die
versucht hat, sich
mit Schlaftabletten
umzubringen. |

Im
Fuchsbau treffen sich die Freunde
um gemeinsam
um Kennedy zu trauern. |
Alex streift weiter hungrig durch die Stadt. In
einer Telefonzelle findet er eine Brieftasche mit
190 DM. In der nächsten Kneipe will er seinen Fund
feiern. Dort trifft er Stefan und strahlt, als er
seine Schulden bei ihm bezahlen kann. Später finden
beide Olga in ihrer Wohnung. Sie hat Schlaftabletten
geschluckt und wollte sich umbringen. Aber beide
sind noch rechtzeitig gekommen und retten ihr das
Leben.
Am Bahnhof hängt Hermann seine Plakate auf.
Plötzlich trifft er Schnüsschen, das Mädchen aus
dem Hunsrück, das ihm den Zungenkuss erklärt hat.
Er lädt sie zu sich ein. Sie sagt zu, bald mal
vorbei zuschauen. Abends treffen sich die Freunde im
Fuchsbau. Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende. Aber
auch im fernen Dallas geschieht Schicksalhaftes.
John F. Kennedy wird erschossen. In einem Münchener
Kino wird die Filmvorführung abgebrochen und dem
Publikum das Attentat auf den amerikanischen
Präsidenten mitgeteilt.
Film 7
Weihnachtswölfe
(1963)
Das "Spuren"-Konzert
rückt näher. Hermann bereitet sich darauf vor und
hat keinen Sinn für die Weihnachtsstimmung, die
sich über die bayrische Landeshauptstadt legt. An
seiner Seite ist Schnüsschen, mit der er zusammen
ist. Auch Evelyne singt bei Hermanns Konzert und
widmet dieses dem Andenken an Ansgar. Nach dem
Konzert macht Hermann Schnüsschen einen
Heiratsantrag.
Volker besucht Jean-Marie zu Hause im Chateau bei
Straßburg und ist vom Luxus beeindruckt.
Stefan will mit Helga Weihnachten auf einer
Berghütte in den Alpen feiern. Doch die rothaarige
Dichterin wird immer sonderbarer und spielt mit
Stefans Gefühlen.

Clarissa
kämpft mit einer Sehnenscheidenentzündung. |

Hermann
dirigiert sein "Spuren"-Konzert. |

Clarissa
leidet unter einer Infektion,
die sie sich bei
der Abtreibung zugezogen hat. |

Juan
und Renate haben eine Affaire. |

Frau
Moretti hat ihre Änderungsschneiderei
aufgegeben und einen Schönheitssalon
eröffnet. |

Auch
Schnüßchen lässt sich von ihr
verschönern. |
Clarissa ist in Rosenheim angekommen und sucht einen
Engelmacher auf, der seine Praxis in einem
Kellerraum seines Hauses betreibt. Durch den
verpfuschten Eingriff wird Clarissa schwer krank.
Volker besucht sie und entdeckt ihren Zustand. Auf
dem schnellsten Weg wird die junge Cellistin ins
Krankenhaus eingeliefert.
Um ihr die Missbilligung der Krankenhausärzte und
-schwestern für ihr strafbares Verhalten deutlich
zu machen, wird Clarissa am Heiligen Abend eine
junge Mutter ins Nachbarbett gelegt, die mit ihrem
Mann, den älteren Kindern und dem Neugeborenen
glücklich die Weihnachtsnacht feiert. Clarissa
flieht aus der Klinik, dabei trifft sie ihre Mutter,
die ihr vorwirft, eine Mörderin zu sein.
Bei Hermann kommt Clarissa unter, der alleine im
Fuchsbau hockt. Beide kuscheln sich ins Bett, weil
es nicht geheizt ist.
Film 8
Die
Hochzeit (1964)
Schnüsschen ist
zu Sylvester nach Hause in den Hunsrück gefahren,
um im Kreis ihrer Familie traditionsgemäß den
Jahreswechsel zu verbringen. Die Verwandschaft, die
das kleine Hunsrückhaus füllt, will natürlich
wissen, ob Schnüsschen nicht einen
"Schatz" hätte und bald heiraten will.
Elisabeth, Schnüsschens beste Freundin, bittet
diese, nach deren Rückkehr nach München, als
Babysitter bei ihr einzuspringen. Hermann begleitet
seine Freundin. Nachts testen beide das japanische
Bett von Elisabeth und ihrem Mann.

Schnüßchen
feiert Sylvester bei ihrer
Familie im
Hunsrück. |

Wieder
in München sucht sie eine Wohnung
für sich
und Hermann. |

Beim
Babysitten bei einer Freundin
probiert sie mit
Hermann auch gleich
das Ehebett aus. |

Clarissa
in Paris. |

Beim
Wohnungsmarkler. |

Marie-Goot,
Pauline und "Jacklinche"
auf dem Weg
nach München. |
Um eine Wohnung zu finden und um die misstrauischen
Chefs der Wohnungsgesellschaft zu überzeugen,
schwindeln die beiden, das Hermann ein gut
verdienender Auftragskomponist und beide schon
verheiratet seien.
Clarissa hält sich in Paris auf. Sie hat sich von
ihrer Abtreibung erholt und konzentriert sich auf
ihre Musikkarriere.
Im Sommer des gleichen Jahres heiratet Hermann seine
Waltraud. Im Fuchsbau wird ausgelassen gefeiert.
Auch Tante Pauline und Marie-Goot kommen aus dem
Hunsrück. Mutter Maria sei die lange Autofahrt zu
anstrengend. Auch Schnüsschens Vater steht später
in der Tür.
An der reich gedeckten Festtafel sitzen alle Freunde
- bis auf Clarissa - sowie Frau Moretti, Dr.
Brettschneider, Clemens und Frau Cerphal und die
Hunsrücker Verwandtschaft.
Als man später im Garten feiert provoziert Helga
Stefan, in dem sie sich vor dessen Augen mit dem
Trompeter von Clemens' Blasmusik-Combo vergnügt.
Olga befindet sich wieder im Opiumrausch als
plötzlich Clarissa auftaucht, um Hermann zur
Hochzeit zu gratulieren.
Das Hochzeitspaar zieht sich zur Hochzeitsnacht in
ihre noch fast leerstehende 2-Zimmer-Wohnung
zurück.
Derweil gerät die Feier im Garten der Fuchsbauvilla
an ein jähes Ende. Juan greift unversehens zu einem
Gewehr, das die Jungfilmer als Requisite benutzen,
und will sich in einem Anfall von Selbstmitleid und
Verzweiflung erschießen. Die Freunde können ihn
gerade noch daran hindern. Frau Cerphal schmeißt
alle bis auf Juan aus ihrem Haus. Das Ende des
Treffpunktes Fuchsbau ist gekommen.
Film 9
Die
ewige Tochter (1965)
Lulu, Hermanns
und Schnüsschens kleine Tochter hält beide
nächtelang wach. Hermann versucht in dieser
Atmosphäre von Kindergeschrei und Windeln seiner
Kompositionsarbeit nach zukommen.
Clarissa ist entsetzt als sie feststellt, das ihr
kostbares Cello beim Rückflug aus Amerika, wo sie
eine erfolgreiche Tournee absolviert hat,
beschädigt wurde. Nur gut, das sie ihren Volker
hat, mit dem sie eine Beziehung beginnt. Er kann sie
trösten und ihr Kraft für ihre weitere Karriere
geben.

Juan
vertreibt sich die Zeit mit
Pflasterarbeiten. |

Fräulein
Cerphal besucht ihren Vater
im Sanatorium. |

Er
schickt sie in den Verlag. Als sie einige
Unterlagen holen will wird sie für eine
Einbrecherin gehalten. |

Auch
Origami beherrscht Juan. |

Alex
überredet ihn mit in Renates U-Boot
zu
kommen. Dort treffen sich die Freunde. |

Schnüßchen
und Hermann. Trautes Heim? |
Der Vater von Frau Cerphal liegt im Sterben. Sie
fährt zu ihm ins Altersheim. Er möchte bevor er
stirbt noch einige Dinge geregelt wissen und schickt
Frau Cerphal mitsamt eines Schlüssels in sein Büro
im Verlagsgebäude. Mitten in der Nacht betritt sie
das Gebäude und wird vom Wachdienst für eine
Einbrecherin gehalten. Sie findet Dokumente aus
denen hervor geht, das die Villa in der sie wohnt,
gar nicht ihr gehört, sondern dem Juden Goldbaum,
dem früheren Kompagnon ihres Vaters, der vor
Ausbruch des Krieges emigriert war.

Clarissa
kommt aus den USA zurück. |

Hermann
benutzt sein gerade erworbenes
Diplom als
Regenschirmersatz. |

Fräulein
Cerphal auf der Suche nach
Erinnerungen im
Büro des Vaters. |

Volker
bei einem Konzert. |

Studenten
um Helga belagern den
Fuchsbau um zu
diskutieren. |
|
Als sie eines Abends nach einem neuerlichen Besuch
im Büro in die Villa zurückkehrt, findet sie
einige Studenten vor - unter ihnen Helga - die den
Fuchsbau als Ort für eine Diskussion über die
Notstandsgesetze nutzen. Sie droht den jungen Leuten
mit der Polizei, wenn diese nicht das Haus verlassen
würden. Als die Nachricht vom Tod des Vaters
eintrifft verlassen die Studenten schweigend das
Gebäude.
Film 10
Das
Ende der Zukunft (1966)
Er kann es kaum
fassen als er das Bauloch sieht. Reinhard ist von
seinen Auslandsdreharbeiten zu einem Dokumentarfilm
für einen Chemiekonzern aus Mexiko zurück. Er will
zum Fuchsbau und findet nur die Grube vor, die die
Abrissbagger von der Villa übrig gelassen haben.
Frau Cerphal hat auf Anraten ihres Freundes
Gattinger das Haus an eine Wohnungsbaufirma
verkauft, die auf dem Gelände ein
Mehrfamilienkomplex errichten will. Er versucht mit
seiner Kamera die Überreste des Mittelpunktes des
Freundeskreises festzuhalten.

Reinhard
an dem Loch das einst der
Fuchsbau war. |

Hermann
zeigt Rob seine kleine Tochter
Simone (Lulu). |

Renate
taucht ab. |

Trixi
klettet sich an Reinhard. |

Rob
und Reinhard am Schneidetisch.
Der
Baumwollfilm muss fertig werden. |

Nach
zwei Jahren treffen sich Hermann
und die
schwangere Clarissa wieder. |

Die
Freunde beim Trauermarsch für
den Fuchsbau. |

Juan
sagt das er wieder nach Südamerika
zurück
geht. |
Er trifft Hermann und dieser ist bereit ein Requiem
für die Villa zu schreiben. Zu der
"Trauerfeier" sind die Freunde noch einmal
erschienen.
Trixi, die kleine Schwester der Cutterin aus der
Filmfirma, für die Reinhard arbeitet, drängt ihn
dazu, ihr eine Rolle in einem seiner Filme zu
schreiben. Doch Reinhard hat andere Dinge im Kopf.
Er hat die Hintergründe zur Geschichte der
Fuchsbau-Villa erfahren und macht sich auf den Weg,
die Nichte von Frau Cerphal, Esther, in Venedig zu
suchen. Er trifft sie in der Lagunenstadt bei der
Arbeit. Sie ist Fotografin. Er verliebt sich in sie.
Sie erzählt ihm von ihrer Lebensgeschichte und
ihrer jüdischen Mutter und ihrem Vater, dem Nazi
Gattinger. Eben dieser Gattinger, der nun als
"Finanzberater" mit Frau Cerphal lebt.
Esther erfährt, das ihr eigentlich die Villa in
Schwabing gehört hätte. Sie erhebt nun Anspruch
auf das Erbe. Doch als Frau Cerphal nebst Gattinger
von einer Südamerikareise zurückkehrt, stellt sich
heraus, das sie das gesamte Vermögen bei
Spekulationen, zu denen sie Herr Gattinger ermutigt
hat, verloren hat.

Clarissa
bekommt nachts um 3 Uhr ihre
Wehen. |

Reinhard
ist in Venedig und sucht Esther
Goldbaum... |

...
und wird gleich ihr Fotomodell. |

Volker
und Clarissa beim Spaziergang. |

Fräulein
Cerphal ist pleite. |

Reinhard
hat sein Drehbuch über Esther
fertig. |

Rob
ist der letzte der Reinhard sieht. |
|
Die Rechtsanwaltsgehilfin Renate hat sich ihren
Traum erfüllt. Zwar wollte sie niemand haben, um
als Schauspieler zu arbeiten, aber sie hat nun mit
ihrem Freund eine Kneipe eröffnet, auf deren Bühne
sie nun auftritt. Ein paar der alten Freunde,
darunter auch Hermann, besuchen ab und zu
"Renates U-Boot", wie die Kneipe heißt,
und ihre Vorstellung.
Reinhard hat sein neues Drehbuch über Esther
fertig. Er trifft sich mit den anderen
"Jungfilmern" am Ammersee, um das weitere
Vorgehen für das Filmprojekt zu besprechen.
Als Reinhard auf den See hinausrudert und nicht
zurückkehrt ist für die Freunde Gewissheit, das er
verschollen bleiben wird.
Film 11
Zeit
des Schweigens (1967/68)
Esther ist mit
ihrem Vater, dem alten Gattinger, in der
KZ-Gedenkstätte Dachau. Sie versucht die
Vergangenheit und die Erinnerungen an ihre Mutter
mit der Kamera festzuhalten.
Clarissa hat das Cellospiel aufgegeben und ist eine
fürsorgliche Mutter geworden. Mit ihrem Kind von
Volker hat sie alle Hände voll zu tun.

Hermann
verdient sich in einer Tanzkapelle
etwas Geld
zum Leben dazu. Die Finanzen
sind knapp. |

Hermann
erfährt aus der Zeitung das
seine Filmmusik
einen Preis gewonnen hat. |

Konsul
Handschuh stellt ihm ein Studio
für moderne elektronische Musik zur
Verfügung. |

Helga
konsumiert Gras in Hermanns
und Schnüsschens
Wohnung. |

Rob
hat das Bootshaus zum Labor umgebaut.
Per
Schlitten besichtigt man das Experiment. |

Beim
Aufbau der Kameras auf dem
Eisenbahnwagen. |

Clarissa
sing ihrem Sohn ein Schlaflied. |

Volker
wartet mit Schnüsschen auf
Hermanns Heimkehr
... |

...doch
der verbringt schöne Stunden
mit Erika. |

Der
plötzliche Wohlstand von Hermann
und
Schnüsschen äußert sich auch in
einem
Kindermädchen für Lulu. |
Hermanns Karriere ist dagegen ungebrochen im
Aufwind. Er gewinnt mit einem Musikstück einen
Preis in Cannes.
Außerdem erhält er von Konsul Handschuh, dem Chef
der Filmproduktionsfirma, für die Hermann nun
arbeitet, ein eigenes Musikstudio und Freiraum für
seine musikalischen Experimente.
Rob, der ebenfalls bei der Isar-Film arbeitet, hat
ein Filmprojekt in Entwicklung: "Varia-Vision".
Hermann soll die sphärische Musik dazu komponieren.

Dort
wo der Fuchsbau stand ist nun ein
moderner
Wohnkomplex entstanden. |

An
Reinhards Todestag: Trixi am Ammersee. |

Die
Premiere von VariaVision... |

...endet
mit einem Unfall.
Rob wird geblendet. |
Bei der Pressepräsentation dieses Projektes, für
das eine Halle eingerichtet wurde, kommt es zu
Komplikationen. Ein Projektor läuft nicht an. Rob
schaut nach dem Gerät. Aus Versehen wird es zu
früh eingeschaltet und Rob wird von der Lampe des
Projektor dermaßen geblendet, das er sein
Augenlicht verliert. Für den Kameramann Rob kann es
nichts Schlimmeres geben. Erst nach Wochen erlangt
er seine Sehkraft zurück.
Film 12
Die
Zeit der vielen Worte (1968/69) Clarissa
hält es im kleinbürgerlichen Familienidyll nicht
mehr. Sie lernt ein buntgemischtes Frauenensemble
kennen, das gerade durch Europa tourt.
Kurzentschlossen schließt sie sich an und
überlässt die Kindererziehung kurzerhand ihrem
Volker.
Auch Schnüsschen hält es in der althergebrachten
Frauenrolle nicht mehr aus. Sie hat sich an der Uni
eingeschrieben und studiert nun Soziologie. Nebenbei
arbeitet sie bei der Drogenberatung und macht die
gemeinsame Wohnung zum Unterschlupf für
Benachteiligte, wie sie sagt.

Stefan
ist mit Olga unterwegs zum Drehort
nach
Berlin. Auf der Transitstrecke
geraten sie in
eine "Devisenfalle" |

Rob
ist schon da und empfängt beide
in der Villa. |

Als
Helga mit zwei Kommilitonen vom
SDS auftaucht
gerät der ganze Dreh
aus den Fugen. |

Die
Idee der "Kollektiv-Regie" ist
geboren
und wird heftig diskutiert. |

Konsul
Handschuh schenkt Hermann
eine Jahresnetzkarte der Bundesbahn. |

Volker
und Jean-Marie staunen nicht
schlecht.
Clarissa macht wieder Musik -
zusammen mit
einer Frauen-Combo. |

Hermann
macht Schnüßchen Vorwürfe.
Sie denkt mehr
an ihre Freunde
als an ihn. |

Schnüßchen
greift Trixi in der
Drogenszene auf. |

Die
Situation eskaliert. Hermann
verlässt die
Wohnung und fliegt nach
Berlin... |

...und
landet in den Armen von Kathrin,... |

...die
in einer Kommune lebt. |
|
Hermann ist nicht begeistert über Schnüsschens so
intensives soziales Engagement und ihr neues
Interesse an Bildung und Politik. Es kommt zum
Streit zwischen den beiden. Hermann verlässt
Schnüsschen und geht nach Berlin. Er braucht
Abstand. Zu fremd ist ihm seine Frau geworden.
In Berlin arbeitet Stefan an einem Film mit dem
Titel "Die deutsche Angst" , in dem Olga
die weibliche Hauptrolle spielt. Doch auch hier
scheinen traditionelle Rollenverteilungen kein
Gewicht mehr zu haben. Nicht der Regisseur hat das
alleinige Sagen über den Verlauf der Dreharbeiten.
Alle Beteiligten mischen sich ein und versuchen ihre
Visionen einzubringen. Statt den Film weiter zu
drehen wird nun tagelang diskutiert. Besonderen
Anteil an den Diskussionen und der Blockade der
Dreharbeiten hat Helga, die nun wieder in ihrem
Element ist. Sie versucht ihre politischen Ansichten
im Film realisiert zu sehen.
Schließlich platzt Stefan der Kragen und er lässt
die weiteren Dreharbeiten platzen.

Clarissa
tröstet Schnüßchen. |

Die
Produzenten aus Hollywood wollen
Stefans
Hauptdarsteller... |

..doch
das kostet, wie dieser ausrechnet.
Zahlen
die Amerikaner? |

Nachdem
er den Scheck eingelöst hat
lässt Stefan den
Drehort räumen. |

Rob
ist entsetzt: "Das ist das Ende der
Freundschaft!" |

Hermann
erlebt in Berlin die freie Liebe
und den
Drogenrausch. |

Zurück
in München: Schnüßchen ist
ausgezogen und
Hermann tröstet sich
mit einem Cabrio. |
|
Das Entsetzen bei allen Beteiligten ist groß. Nur
Stefan lehnt sich entspannt zurück. Er konnte zwei
Fliegen mit einer Klappe schlagen. Er konnte den
haltlosen Zustand am Drehort beenden und dem Angebot
einer amerikanischen Filmfirma nachkommen, die
Stefan 80.000 Mark dafür boten, seinen männlichen
Hauptdarsteller aus dem Vertrag zu nehmen.
Hermann kommt in der Wohnung von Helga unter, die
mit ihrer Freundin Helga und anderen Mitgliedern der
Kommune dort wohnen. Hermann durchlebt eine Nacht,
die durch Sex und Drogen geprägt ist.
Hermann hat sich vom Rausch noch nicht ganz erholt,
da fährt er wieder zurück nach München.
Film 13
Kunst oder Leben (1970)
Die
Isar-Film hat eine eigene Loge im großen Bierzelt
auf dem Oktoberfest. Auch Hermann ist mit dabei.
Konsul Handschuh ist begeistert vom Talent und Elan
des jungen Künstlers. Er bietet ihm die Übernahme
seines Betriebes an. Er und seine Frau haben keine
Kinder und Handschuh spürt, das es bald mit ihm zu
Ende gehen kann. Hermann ist vom Angebot überwältigt.
Er kann sich nicht entscheiden und bittet um
Bedenkzeit.

Hermann
auf dem Oktoberfest mit den
Kollegen der
Isarfilm. |

Doch
er fühlt sich in dieser engen,
lauten
Umgebung nicht wohl. |

Als
betrunkene Neonazis die Loge der
Isarfilm
betreten wollen kommt es zu
einer Schlägerei. |

Zielke
macht Hermann und Herrn Groß
das Angebot ein eigenes
Musikstudio
zu eröffnen. |

Von
Heimweh gepackt versucht Hermann
einen Brief
an seine Mutter im Hunsrück
zu schreiben. |

Alex
fragt Hermann nach Alkohol. Er hat
nur einen
Whiskey - Sonderabfüllung für
die Firma
seines Stiefvaters in Detroit. |

Konsul
Handschuh bitte Hermann seine
Firma als Erbe
anzunehmen, da er bald
sterben wird. |

Hermann
sucht Rat, doch "Renates U-Boot"
ist
verwaist. |

Auch
Clarissa und Volker sind nicht zu
Hause. |

Auf
der Suche nach Clarissa. Im Zug
trifft er
Renate... |

...die
ihm ihre neuesten Kostüme vorführt. |
|
Niemand
seiner früheren Freunde ist erreichbar. Sie sind in
alle Winde verstreut. Alex hat für ihn keinen
rechten Rat und Clarissa ist auf Tournee. Er erfährt
wo sie gerade Station macht und nutzt seine
Bundesbahnnetzkarte um ihr hinterher zu reisen. Doch
er kommt zu spät. Das Ensemble ist bereits
abgereist. Im Zugabteil trifft er Renate, die immer
noch absurde Theatervorführungen gibt. Am Rhein
sieht er sein Cabrio, in dem Schnüsschen und Lulu
sitzen. Am nächsten Bahnhof steigt er aus, und
findet das Cabrio an einem Zirkus wieder, in dem
Juan als Artist auftritt. Doch Schnüsschen weißt
ihn ab. Auch zu Juan dringt er nicht durch.

Auf
einem Fahndungsplakat entdeckt
Hermann Helga.
Sie wird als Terroristin
gesucht. |

In
Bacharach trifft er zufällig Schnüßchen
und
Lulu. Sie besuchen den Zirkus... |

...in
dem Juan als Artist arbeitet. |

Der
Zug wird angehalten und die Polizei
durchsucht
ihn nach Terroristen. |

Helga
hat sich mit zwei Genossen ohne
dessen Wissen
bei Stefan versteckt. |

Alex
liegt tot in seiner Wohnung. |

Die
Polizei stürmt Stefans Wohnung und
schießt
ihm mit einer MP eine Salve
durch die Tür ins
Bein. |

Hermann
findet Clarissa in Amsterdam. |

Er
flüchtet erneut vor der Liebe. |

Vor
dem Dorf Schabbach trifft Hermann
den alten
Glasisch, der ihn sofort
wiedererkennt. |
Der Zug wird gestoppt. Polizisten sind mit
Hubschrauber, mehreren Einsatzwagen und MP's dabei,
die Waggons nach Terroristen zu untersuchen. Auch
Helga ist unter den Gesuchten.
Die hat sich inzwischen in Berlin bei Stefan
versteckt. Als sie am nächsten Tag bereits
untergetaucht ist, wird die Wohnungstür von der
Polizei mit einer MP durchsiebt, als Stefan sie
gerade öffnen will.
Hermann ist in Amsterdam angekommen. Endlich trifft
er Clarissa nachdem er ihr Stück
"Hexenpassion" besucht hat. Nach der
gemeinsamen Nacht in einem Hotelzimmer ist Clarissa
verschwunden.
Hermann macht sich nach Schabbach auf. Auf dem Weg
ins Dorf trifft er den alten Glasisch, der den
jungen Komponisten gleich erkennt.
|