Fortsetzung am Günderrodehaus

Elke Bolland aus Bad Sobernheim ist die neue Pächterin in der Heimat-3-Filmkulisse, die am kommenden Wochenende öffnet.

Wanderer stehen am Günderrodehaus bald nicht mehr vor verschlossener Tür. Das Filmhaus bei Oberwesel bekommt eine neue Pächterin, die viele neue Ideen mitbringt.

OBERWESEL. Das Günderrodehaus wird am kommenden Samstag, 4. August, wieder Gäste empfangen. Welterbe-Touristen, Cineasten und Einheimische werden ab dann in der herrlich gelegenen Filmkulisse, die Edgar Reitz als Mittelpunkt von Heimat 3 erschuf, in den Weinbergen hoch über Oberwesel bewirtet.

Neue Pächterin in die Bad Sobernheimerin Elke Bolland, die über 30 Jahre Erfahrung in Hotellerie und Gastronomie aufweist. Mit ihr glaubt Bertil Mensebach, neben Thomas Hähn Investor der Immobilie, nun den richtigen Profi an herausragender Stelle im Unesco Welterbe erfolgreich zu sein.

Mehr als ein halbes Jahr war es still um das Günderrodehaus. Hähn und Mensebach suchten seit Ende des vergangenen Jahres einen neuen Betrieber und ließen sich bewusst Zeit. An Interessenten mangelte es nicht. "Currywurst und Pommes" hätte man zuhauf haben können, erklärt Mensebach. Top-Gastronom Johann Lafer, der auch ernsthaftes Interesse an dem Standort bekundet hatte (wir berichteten) blieb "ein schöner Traum".

Unternehmerin des Jahres

Nun hat Elke Bolland, die "Unternehmerin Rheinland.Pfalz des Jahres 2005" die Zügel in der Hand. "BollAnt's" in Bad Sobernheim gilt als "touristisches Vorzeigeunternehmen" im Land, wie Wirtschaftsminister Hendrik Hering kürzlich noch anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Familienunternehmens mit seinen 140 Mitarbeitern sagte. "BollAnt's", zuletzt aks Gastgeber des Jahres 2007 ausgezeichnetm ist eine Marke, die für Wellness und hochwertigen Genuss steht.
Doch die Chefin, die mittlereile die Leitung im Vier-Sterne-Superior-Betrieb an ihre Kinder abgegeben hat, hat in Oberwesel anderes im Sinn. "Kulturerlebnis und die atemberaubende Schönheit der Natur müssen hier an einer der schönsten Stellen des Rheintals absolut dominieren. Alles andere muss sich unterordnen", betont Elke Bolland.
Die gastronomie soll dem Haus nicht die Show stehlen. Die Unternehmerin will das Haus wirken lassen und nach eigener Aussage "mit der Zeit ein Ambiente schaffen, das sich genauso behutsam in die Umgebung einschwiegt wie das Fachwerkhaus". Wanderer, Ausflugsgäste und Kulturinteressierte möchte Elke Bolland mit "einem guten Wein und einfachen, aber wohl schmeckenden Speisen" zum Verweilen einladen.
Das Günderrodehaus ist eine Herausforderung. "Dass ich die Möglichkeit habe, zunächst ein Probejahr zu pachten, macht mir die weit reichende Entscheidung leichter", so die Unternehmerin, die den Mut gefasst hat, noch einmal etwas Neues zu beginnen und dabei ihre Familie hinter sich weiß.

Dialog der Regionen

Schließlich wären auch Synergien möglich, enn das Naturerlebnis am Mittelrhein könnte auch den Gästen in Bad Sobernheim gefallen. Was sich andeutet ist ein Austuasch zwischen den Regionen oder "ein Netzwerk der schönen Täler", wie Elke Bolland es nennt.
Heimat 3 soll ebenfalls präsent sein. Elke Bolland würde gerne Filmszenen auf einem Flachbildschirm in der noch zu verwirklichen "Filmstube" einspielen. Für die Pächterin schließt sich der Kreis, denn sie kann sich nich gut erinnern, als Edgar Reitz bei einem Autorenabend bei "BollAnt's" Heimat 1 vorstellt. Ihr Faible für "kulturelle Highlights" sei bekannt, betont die neue Pächterin. So begrüßt sie regelmäßig Hustus Frantz und die Philkarmonie der Nationen in ihrem Wohlfühl-Refugium an der Nahe.

Ob auch das Günderrodehaus von solchen Kontakten profitieren wird?

Fest steht: Eine kulturelle Begegnung führte die Unternehmerin letztlich auch zum Günderrodehaus. Regionalkantor Jörg Schwab erzählte Elke Bolland bei einer Chorreise von dem einzigartigen Haus am Mittelrhein. So brachte das Loblied des Organisten von Liebfrauen die Unternehmerin von der Nahe auf den paradiesischen Fleck bei Oberwesel. Wenn das kein guten Omen für "Günderrode" ist.   (il)

Artikel in der Rhein-Hunsrückzeitung vom 28.07.2007
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