"Heimat 4 - Die Auswanderer"

Pressemeldung über bereits stattfindende Filmaufnahmen - Edgar Reitz mit der Kamera auf Motivsuche im Hunsrück.

Wie die Rhein-Hunsrück-Zeitung berichtet, ist Edgar Reitz mit Sohn und Enkel im Hunsrück unterwegs um Motive für einen Spielfilm und eine Dokumentation zu finden:


Edgar Reitz plant Auswanderersaga

Buch - Details will Edgar Reitz noch nicht verraten, aber der Filmregisseur ist optimistisch, dass er seiner Heimat-Trilogie einen weiteren Teil hinzufügen kann.

Im Arbeitstitel heißt das Projekt „Heimat 4 – Die Auswanderer“. Im Mittelpunkt steht die große Auswanderungswelle im 19. Jahrhundert vom Hunsrück nach Brasilien.
Teile des Drehbuchs sind bereits geschrieben. Projektiert sind ein Dokumentarfilm und ein Spielfilm, der teilweise in Schabbach spielt.

Eine Anschub-Finanzierung erhielt das Projekt von der rheinland-pfälzischen Kulturstiftung. Ob der Film tatsächlich realisiert wird, steht allerdings noch in den Sternen. Mit der Landesförderung sollen – so Reitz – die Voraussetzungen für die Beschaffung beträchtlicher Produktionsmittel erst geschaffen werden. Dazu gehören Drehbücher, Kalkulationen, Castings, Setentwürfe sowie die Motivsuche im Hunsrück und in Brasilien.
Zurzeit befindet sich Reitz mit seinem Sohn Christian, dem Kameramann in der Dritten Heimat, und seinem Enkel Mathias im Hunsrück. Sie sind auf Suche nach Spuren der Menschen, die zu Tausenden im 19. Jahrhundert aus Armut und Not ihre Hunsrücker Heimat verließen und sich auf die ungewisse Reise nach Brasilien machten.
Reitz will Originalquellen studieren, Drehorte finden, sich mit Nachkommen treffen und Leute interviewen, die Kontakt mit Brasilien haben. Seit gut einem Jahr knüpft der Regisseur selbst Kontakt mit den Nachkommen der Auswanderer. Anfang 2011 will er schließlich selbst nach Südamerika reisen.

Gemeinsam mit Landtagspräsident Joachim Mertes machte Reitz mit seinem Team Station auf der Burg Balduinseck zwischen Mastershausen und Buch. Während eines Gespräches in Mainz erfuhr der Filmemacher von Mertes – als Ortsbürgermeister ist er der aktuelle Burgherr – von der Existenz der Ruine, die zurzeit saniert wird und deshalb für Besucher nicht zugänglich ist.

Reitz war sichtlich beeindruckt von der Lage und der Dimension der historischen Mauern. Ob er die Ruine tatsächlich in seine Geschichte einbauen kann , ließ er völlig offen. Gleiches gilt für den Zeitraum, in denen den realisiert werden könnten. Es gehöre viel Mut zu einem derartigen Beginn, denn die Zeit für Vorhaben wie „Heimat“ seien schwieriger geworden, als sie je waren.

Drei Generationen Reitz sind an dem Filmprojekt über Hunsrücker Auswanderer nach Brasilien beteiligt. Enkel Mathias (links) und Sohn Christian (2. links) sind mit Filmregisseur Edgar Reitz (2. v. rechts) auf Spurensuche. Landtagspräsident Joachim Mertes (Mitte) zeigte ihnen die Balduinseck.
Werner Dupuis

Artikel in der Rheinzeitung vom 25.10.2010
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