40jahreheimatAsmall

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Ich war 12 Jahre alt, als ich Heimat zum ersten Mal mit meinen Eltern sah. Meine Mutter stammt aus dem Hunsrück, daher war es Pflichtprogramm bei uns. Ich erinnere mich sehr gerne daran.
Grüße, XXX
9101112

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Ich war 18 als Heimat zum ersten Mal ausgestrahlt wurde. Wir hatten noch einen uralten Schwarz-Weiß-Fernseher. Ich wusste also zuerst gar nicht, dass ein wichtiges Merkmal des Films die eindrucksvolle Mischung aus Schwarz-Weiß- und Farbfilm ist.

Für mich sind die Filme ein absolut prägendes Ereignis gewesen.

In unserer Familie fühlt es sich manchmal so an, als seien die Simons oder die Wiegands alte Bekannte. Ich kann sagen, dass Heimat als Film für mich einen ähnlichen Stellenwert hat, wie die Beatles in der Musik.

Beim Radio arbeiten wir nicht in epischer Länge. Die Geschichten müssen schnell auf den Punkt kommen und trotzdem ist die Geisteshaltung in allen Geschichten, die ich versuche zu erzählen geprägt von der Art wie Edgar Reitz und Peter Steinbach in Heimat erzählen. Besonders die menschliche Art des Erzählens, dieses sich nie überheblich über die Menschen und ihre Geschichte zu stellen hat mich beeindruckt. Das Gefühl einer Geschichte zu erspüren hat mich nicht die Uni gelehrt oder das Volontariat, das habe ich in Heimat das erste Mal wahrgenommen und verinnerlicht. Letztendlich hat Heimat mich ermuntert und inspiriert mein eigenes Schabbach zu suchen und zu finden. Im kleinsten Dorf spiegelt sich manchmal die ganze Welt – oder, um es mit Wiegands Worten zu sagen: „Und wenn du eine Linie ziehst vom Nordpol zum Südpol, die geht auch ganz genau durch Schabbach durch.“

Eine zweite prägende Erinnerung habe ich an meine Studienzeit. Ich halte ein Referat über die zweite Heimat, genauer gesagt über eine Szene aus „Ansgars Tod“. Ich analysiere mich in eine Art Rauschzustand, bis mich ein Kommilitone darauf aufmerksam macht, dass ich wohl Dinge gesehen habe, die nicht in der Szene zu sehen waren. Ich verteidige mich leidenschaftlich, um dann, nach einigen Minuten und einer erneuten Betrachtung der Szene, kleinlaut eingestehen zu müssen, dass ich mich wohl verrannt hatte. Der Saal tobt. Schallendes Gelächter. Prof. Koebner (selbst ein ausgewiesener Reitz Kenner) steht auf, ermahnt das Auditorium zur Ruhe und dann folgt dieser großartige Satz: „In meinen Seminaren darf man Fehler machen. Ich möchte nicht das jemand ausgelacht wird. Ohne Fehler gibt es keine Weiterentwicklung.“ Das Auditorium schweigt und ich setze mein Referat fort. Im Nachhinein denke ich oft, dass diese Szene ebenso gut in der zweiten Heimat hätte spielen können.
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